
Auch mit dem diesjährigen Hellseatic wollten wir wieder mehr schaffen als nur eine Ansammlung von Bands an zwei Tagen. 2024 ist es uns gemeinsam mit euch gelungen, einen Ort zu schaffen, an dem wir uns alle nah, sicher und frei fühlen konnten. Neben den vielen musikalischen Neuentdeckungen, die ihr auf dem Hellseatic gemacht habt, haben wir oft das Feedback bekommen, dass ihr das Gefühl hattet, unter Gleichgesinnten zu sein. Es wurden neue Freundschaften geschlossen, alte aufgefrischt, und Eindrücke gesammelt, die sicher noch lange nachhallen. So ging es uns selbst auch.
Damit das so bleibt, gibt es Rahmenbedingungen, die wir erarbeitet haben. Den größten Teil tragt aber ihr als Publikum selbst bei – durch eure Offenheit, Freundlichkeit, Rücksichtnahme und Neugierde. Ihr macht das Festival zu dem, was wir so schätzen.
Ein wichtiger Punkt ist für uns, dass es auf dem Hellseatic kein Merchandise von Bands, Künstler:innen, Labels oder Marken gibt, die unseren weltoffenen Werten widersprechen. Das Hellseatic ist kein Ort für rechtsoffenes, rechtes oder sonstiges xenophobes Gedankengut. Wir sind divers – ein Ort für alle Nationalitäten, Ethnien, Religionen, Sexualitäten, Weltanschauungen und Lebensweisen, und für alle, die diese Werte teilen.
Wir wissen, dass es manchmal schwer zu durchschauen ist, welche Bands oder Labels kritisch zu sehen sind. Deshalb findet ihr auf unserer Website weiterhin eine Liste – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – mit kritischen Bands und den Gründen dafür.
Zur besonderen Atmosphäre auf dem Hellseatic trägt auch der wertschätzende Umgang des Publikums mit den Auftritten bei. Viele Künstler:innen und Bands arbeiten mit sehr dynamischer Lautstärke. Schon beim letzten Mal habt ihr gezeigt, dass ihr eure Gespräche so timen könnt, dass alle die Möglichkeit haben, die Auftritte so zu erleben, wie es sich die Menschen auf der Bühne wünschen. Kein minutenlanges Handyvideo kann die Erinnerung ersetzen, komplett in einem Konzert aufgegangen zu sein und das Bühnengeschehen in sich aufzunehmen. Unser Tipp: Lebt den Moment und spart euch den Speicherplatz für lustige Katzenvideos. Dafür wurde das Handy schließlich erfunden.
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With this year’s Hellseatic, we once again wanted to create more than just a collection of bands over two days. In 2024, together with all of you, we succeeded in creating a space where everyone could feel close, safe, and free. Beyond the many musical discoveries you made at Hellseatic, we often received feedback that you felt among like-minded people. New friendships were formed, old ones rekindled, and memories gathered that will surely resonate for a long time to come. We felt the same way ourselves.
To keep it that way, there are guidelines we’ve developed. But the biggest part comes from you, the audience, through your openness, kindness, consideration, and curiosity. You make the festival what we cherish so much.
An important point for us is that Hellseatic does not feature merchandise from bands, artists, labels, or brands that contradict our open-minded values. Hellseatic is not a place for right-wing, far-right, or any other xenophobic ideologies. We are diverse! A place for all nationalities, ethnicities, religions, sexualities, worldviews, and lifestyles, and for everyone who shares these values.
We know it can sometimes be difficult to discern which bands or labels are problematic. That’s why you’ll continue to find a list on our website,though not exhaustive, of critical bands and the reasons behind it.
The special atmosphere at Hellseatic is also shaped by the audience’s respectful engagement with the performances. Many artists and bands work with very dynamic volume levels. Last time, you showed that you can time your conversations so that everyone has the chance to experience the performances as the people on stage intend. No minutes-long phone video can replace the memory of being fully immersed in a concert and absorbing the stage experience. Our tip: Live in the moment and save your storage space for funny cat videos. That’s what phones were invented for, after all.